Selbstverständnis des Koordinationskreises Frieden Halle (Saale)
Als Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen stehen wir für Gewaltfreiheit und Frieden und sind solidarisch mit allen Menschen, die sich gleichfalls dafür einsetzen.
Uns verbindet die Erkenntnis, dass jeder Krieg ein Angriff auf die Menschheit und Menschlichkeit ist.
Wir setzen uns mit unseren gemeinsamen Aktionen für Frieden, Rüstungskontrolle und Abrüstung, Kriegsdienstverweigerung und Asyl als internationale Menschenrechte, zivile Konfliktbearbeitung, Friedensbildung sowie eine soziale und gerechte Welt ein.
Militärische Konflikte und der Einsatz bewaffneter Gewalt bringen Tod und großes Leid. Sie führen zu Flucht und Vertreibung und vergrößern so Hass und Feindseligkeit. Unsere Solidarität gilt Menschen auf der Flucht vor Krieg und Vertreibung, Umweltzerstörung und religiöser Verfolgung.
Mit Waffen lässt sich kein dauerhafter und gerechter Frieden schaffen. Statt unbegrenzten Investitionen in militärische Sicherheit fordern wir Mittel für zivile Friedensarbeit, internationale Zusammenarbeit und Abrüstung und Konversion. Wirtschaftliche Interessen dürfen nicht militärisch durchgesetzt oder sicherheitspolitisch handlungsleitend sein.
Wir nehmen wahr, dass wir im 21. Jahrhundert mit autoritären Regimen, Angriffskriegen, dominanten Militärbündnissen und einer hochgerüsteten Welt vor neuen politischen Herausforderungen stehen. Doch können die Antworten darauf nicht in Rüstung, militärischer Sicherheitslogik und atomarer Abschreckung liegen. Vielmehr müssen diese in der Entwicklung von rechtlichen Regeln und Institutionen der gemeinsamen menschlichen Sicherheit und Stärkung der gewaltfreien Konfliktbearbeitung liegen.
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg und militärischer Gewalt. Frieden ist für uns nicht nur national und staatlich zu denken, sondern zwingend mit aktivem Handeln für Gewaltfreiheit und Gerechtigkeit global verbunden.
Als zivilgesellschaftliche Gruppen in Halle (Saale) haben wir uns zusammengeschlossen, um friedenspolitische Themen vor Ort auf den Weg zu bringen.
Für Parteien, Organisationen und Gruppen aus dem rechtsradikalen, nationalistischen und antidemokratischen Spektrum ist bei uns kein Platz. Ebenso erteilen wir Personen und Gruppen eine Absage, die Gewalt anwenden, Journalist*innen angreifen, Verschwörungsmythen anhängen oder alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus vertreten. Diese Ideologien widersprechen unseren Werten und Zielen grundlegend.
Als lokaler Teil der bundesweiten und internationalen Friedensbewegung und Friedensarbeit laden wir Menschen dazu ein, sich mit uns für Frieden, gegen Krieg sowie Aufrüstung einzusetzen!